20180615_211415

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Ihr denkt vielleicht, dass die Unwissenden am meisten von den Wissenden beeindruckt sind, so wie die Feiglinge von den Mutigen, die Schwachen von den Starken, die Egoisten von den Großzügigen? Nicht unbedingt, sogar das Gegenteil ist oft der Fall: Ihre Fehler und Schwächen machen sie blind gegenüber den Tugenden der anderen und hindern sie daran, diese zu schätzen. Wenn ihr wissen wollt, wo jemand in seiner Entwicklung steht, versucht zu beobachten, was er fähig ist, an anderen zu schätzen. Wenn er gegenüber ihren Qualitäten empfindungslos bleibt, bedeutet das, dass er in dieser Hinsicht verarmt ist.

Um die Qualitäten der anderen erkennen zu können, muss man mindestens ein klein wenig davon besitzen. Und ebenso muss man, um die Existenz des Schöpfers – dieses höchsten Wesens aller Wesen –, seine Weisheit, seine Liebe und seine Herrlichkeit zu erkennen, in sich selbst schon etwas von dieser Weisheit, dieser Liebe und dieser Herrlichkeit entwickelt haben.

Im Allgemeinen nimmt man außerhalb von sich dasjenige wahr, was dem entspricht, was man schon selbst ist.

( Omram Mikael Aivanhov )

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